Unsere Partnerschule Károly Robert Kereskedelmi Szakközépiskola (Handelsfachmittelschule) befindet sich in Budapest im 15. Bezirk. Der Bezirk liegt am linken Ufer der Donau, im nördlichen Teil der Hauptstadt und der Pester Ebene. Der Stadtbezirk umfasst insgesamt 26,59 km², der nördliche Teil ist ein bedeutendes landwirtschaftliches Gebiet. Rákospalota setzt sich aus folgenden Ortsteilen zusammen: Öregfalu (Altdorf) mit einem dörflichen Charakter, Ùjfalu (Neudorf) mit Einfamilienhäusern aus dem vergangenen Jahrhundert, Máv- telep (Máv-Siedlung) einer von der Eisenbahn gebauten Wohnsiedlung, Rákospalotakertváros (Gartenstadt) Erholungs- und Vergnügungsort am Ende des19. Jahrhunderts, Pestújhely (Pestneustadt), bis 1950 als eigenständige Siedlung, Újpalota (Neupalast) ab Ende der 60-er Jahre ausgebaut und Rákospalota, dem Kern des 15. Bezirks und Namensgeber für den gesamten Bezirk. Auf dem Gebiet leben zurzeit etwa 87.000 Menschen.

Die ersten archäologischen Funde in Rákospalota datieren sich aus der Bronzezeit. Vom 8.bis 7. Jahrhundert vor Christus wurde das Gebiet von den Skythen beherrscht, nach den Kelten und den Sarmaten kamen im 1. Jahrhundert vor Christus die Legionen von Claudius. Die Römer haben Wachtürme an der Pestseite aufgestellt, an der Mündung des Baches Rákos (Krebs) in die Donau eine die Übergangsstelle schützende Festung errichtet. Viele Altäre, Grabsteine bezeugen eine nicht unbedeutende römische Anwesenheit.

Im 4. Jahrhundert haben die Hunnen, im Jahre 586 die Avaren das Gebiet besiedelt. Aus der Landnahmezeit bis zum 13. Jahrhundert stehen zur Geschichte des Bezirkes nur archäologische Funde zur Verfügung und erst danach erscheinen schriftliche Dokumente. Das Gebiet des heutigen Rákospalota wird erstmals in schriftlichen Dokumenten des Jahres 1245 beschrieben, eine im Jahre 1281 ausgestellte Urkunde erwähnt die Siedlung unter dem Namen „Palota“. Prozessurkunden lassen darauf schließen, dass die Ländereien hauptsächlich dem Anbau von Weizen, Leinen, Hanf und anderen Pflanzen dienten. Die türkische Herrschaft bewirkte eine Versteppung und Entvölkerung von Palota und der dazu gehörenden Puszten.

Nach der Vertreibung der Türken hat die Bevölkerungszahl langsam aber stetig zugenommen, evangelische Slowaken siedelten sich aus der Gegend von Nyitra und Zolyom an. Die Festsetzung des Grenzverlaufs zwischen Palota und Pest erfolgte erstmals im Jahre 1695, wurde jedoch 1864 genau bestimmt.
Das erste Siegel von Palota entstand im Jahre 1781, dessen Symbole bewahrt der Bezirk auch bis zum heutigen Tag in seinem Wappen: eine aus der bearbeiteten Erde herausragende Weizenähre mit Blättern und einem Pflug. Palota wechselte seine Besitzer während der Jahrhunderte: Familie Koháry, Ùjfalussy, Fekete und Károly.Die Nähe der Pester und Budaer Märkte förderte die landwirtschaftliche Tätigkeit der Bevölkerung. Sumpfige Gebiete wurden entwässert, Sandgebiete wurden befestigt. Im Jahre 1871 waren die Voraussetzungen gegeben, dass aus der Siedlung eine Großgemeinde wurde. Pferdebahn, Kreisbahn, Straßenbahn wurden nacheinander errichtet. Im Jahre 1910 bekam die Gemeinde ein Krankenhaus, ab 1929 wurde sie an den Autobusverkehr der Hauptstadt angeschlossen. Am 30. Juni wurden der Siedlung die Stadtrechte verliehen. Die größten Schäden verursachte der Zweite Weltkrieg. Im Juni 1944 erlitt die Siedlung den ersten großen Bombenangriff durch die Alliierten. Nach den Zerstörungen begann der Wiederaufbau der Wirtschaft und der in Schutt und Asche liegenden Wohnhäuser. Am 29.Dezember 1949 beschlossen die Vertretungskörperschaften die Beendigung der Selbstständigkeit und erklärten die Vereinigung mit Budapest.

Bis 1975 konnten für die Bevölkerung des Bezirks 11.254 neue Wohnungen errichtet werden.
Zwei bedeutende Wohnungsbauprogramme wurden in den 80er Jahren verwirklicht. Zurzeit ist der Bau eines Wohnparks geplant, dieser Komplex mit Erholungszone wird 1500-1800 Personen ein Zuhause geben.

Die günstigen Verkehrsmöglichkeiten und die große Zahl der Kaufkräftigen nützen den ausländischen Investoren immer mehr im Bezirk. Metro, Praktiker, OBI und weitere spezialisierte Einkaufszentren wurden gebaut.1994 konnte das ehemalige sowjetische Militärkrankenhaus in Pestújhely übernommen und ausgebaut werden. Im ganzen Gebiet von Rákospalota ist die Versorgung mit Trinkwasser und Elektrizität gelöst, in den 90er Jahren begann der Ausbau des Gasleitungsnetzes. Die Entwicklung des Telefonnetzes wird vorangetrieben und der Fernsehsender des Bezirks strahlt täglich 4–10 Stunden eigene und übernommene Programme aus.

Nach der Systemwende hat sich auch im Unterrichtswesen des Bezirks die Tendenz zu einer größeren Selbständigkeit der Ausbildungsstätten durchgesetzt. Dadurch konnten einerseits die Bildungsaufgaben den örtlichen wirtschaftlichen Bedürfnissen besser angepasst werden und andererseits konnte sich die Selbstverwaltung von dem hohen Verwaltungskostenanteil der zentralen Administration befreien. In den Schulen werden die neuesten Methoden der modernen Pädagogik angewandt, begabte Kinder können sich in verschiedenen Fachbereichen spezialisieren. Fremdsprachen und Informatikunterricht gehören zu den besonders geförderten Unterrichtsgebieten.