
zwischen der Partnerschulen:
Staatliche Wirtschaftsschule Freising und Károly Róbert Handelsmittelschule Rákospalota
Die Aktion Comenius zielt insgesamt darauf ab, die Qualität der Schulbildung zu verbessern und ihre europäische Dimension zu stärken, insbesondere durch die Förderung transnationaler Zusammenarbeit zwischen Schulen und der beruflichen Entwicklung des Schulpersonals. Gleichermaßen fördert die Aktion den Fremdsprachenerwerb und das interkulturelle Bewusstsein in der europäischen Schulbildung.
* Comenius ( 1592-1670) Theologe, Philosoph und Pädagoge, geboren im Gebiet der heutigen Tschechischen Republik, vertrat die feste Überzeugung, dass der Mensch allein durch Bildung seine volle Leistungsfähigkeit ausschöpfen und ein harmonisches Leben führen kann. Comenius war ein Weltbürger und ein Vertreter des Universums. Er setzte sich unermüdlich für Menschenrechte, für den Frieden und für die Einheit der Nationen ein.
Unsere Schule wollte mit einer Schule aus Europa, aus einem Land mit einer außergewöhnlichen Sprache, eine Partnerschaft aufbauen. Seit 8 Jahren fahren Abschlussklassen der Schule für eine Woche nach Ungarn. So kam der Gedanke, eine Schulpartnerschaft in Ungarn zu suchen.
Ziele welche die Schule und das schulische Umfeld betreffen:
neue Kenntnisse erwerben und alte zu bestätigen, wenn unsere Lehrer andere Schulsysteme und Schulorganisationen kennen lernen;
neue Lehrmethoden kennenlernen, und Anregungen daraus schöpfen;
berufliche Treffen mit Kollegen aus anderen Ländern fördern, und private Kontakte und Freundschaften schließen, welche der Völkerverständigung dienen.
Kommunikations- und Vermittlungsfertigkeiten ereignen und benützen;
neue Formen der Projektarbeiten planen und betreuen;
Überwinden sprachlicher Barrieren durch den Willen zur Zusammenarbeit;
Fächerübergreifende Lernziele koordinieren, die Schüler für die Arbeiten motivieren;
Kreative Kombinationen finden zwischen Fächern und Schülern verschiedenen
Klassen in der Bewältigung der Kooperationsaktivitäten;
die Zusammenarbeit zwischen Schulleitung, Lehrerkollegium und Elternbeirat fördern;
durch die Aufnahme ausländischer Schüler in den Familien Großzügigkeit und Toleranz bei den Eltern fördern;
den Eltern aus beiden Ländern über ihre Kinder die Möglichkeit geben, Beziehungen zueinander aufzunehmen;
die Schule durch die Projektergebnissen nach Außen darstellen können und das Prestige der Schule erhöhen;
die Unterstützung von Schulträgern, Vereinen und Medien erreichen und dadurch auch die Verbundenheit mit ihnen erhöhen;
Seit Januar 2005 stehen wir in Verbindung mit der Schule in Budapest. Herr Lackermair und Frau Sperka sind am 15. Januar 05 nach Budapest geflogen, um über eine Schulpartnerschaft zwischen den beiden Schulen zu verhandeln.
Der ungarische Schulleiter, István Molnár und das Kollegium der Schule haben sie sehr herzlichst empfangen. Der Oberbürgermeister des Bezirks und seine Mitarbeiter haben anläßlich eines feierlichen Empfangs ihre Ünterstützung zugesichert.
Frau Sperka hat das Thema des Projektes ausgearbeitet und im Februar der Nationalen Agentur für das Sokrates-Comenius- Programm der EU zugeschickt. Im Juli kam die freudige Nachricht: das Projekt erhielt den Zuschlag und wird finanziell von der EU unterstützt.
* das Interesse der Schüler an der Gesellschaft einschließlich ihrer Geschichte, Kultur und Tradition des jeweils anderen Landes zu wecken;
* das Bewusstsein bezüglich der Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Gesellschaften zu entwickeln;
* das Interesse am Fremdsprachenerwerb anzuregen; fremde Sprache kennenlernen bzw. vertiefen
* die Bereitschaft steigern, Ideen auszutauschen, Kenntnisse zu erwerben, vom anderen zu lernen;
* die Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen zu vertiefen und aufrecht zu erhalten;
* die Erkenntnis, dass trotz sprachliche und materielle Unterschiede Kommunikation und Zusammenarbeit möglich ist;
* die Bedeutung der Integration für eine Gesellschaft erkennen
* den Einblick in das Leben der deutschstämmigen und ungarischen Familien zu gewinnen;
* Aufbau von Beziehungen/Freundschaften zwischen ungarischen und bayerischen Schülern, Familien, zwischen den Partnerschulen in Rákospalota und Freising und dem politischen Umfeld;
- sie fördert die selbständige Arbeit und Meinungsbildung der Schüler;
- weckt das Interesse Fremdsprachen zu benützen,
- verstärkt die Fähigkeit zur Teamarbeit;
- Aufbau von Freundschaften;
- Entwicklung von Toleranz und Geduld gegenüber anderen Kulturen;
- eine fundiertere Einstellung zur Integration von Ausländern;
- die Lehrer lernen neue Schulsysteme, Schulorganisationen und Lehrpläne
kennen, erhalten einen Einblick in die außenschulischen Leistungen ihrer Schüler und Anregungen, aus welchen neue Ideen erwachsen.
- die Eltern können andere Lebensweisen, Gewohnheiten erfahren und Unterstützung für die Schule zeigen.
- durch öffentliche Darstellung des Projekts kann Aufmerksamkeit und Unterstützung durch das örtlichen und regionalen Umfeld erreicht werden und dadurch die Stellung unserer Schule und des Schulsystems insgesamt gestärkt werden.
- dient der Öffentlichkeitsarbeit der Schulen
Projekttreffen mit der ungarischen Schuldelegation in Freising: Vorbereitung des Projekts, Aufteilung der Aufgaben, gemeinsames Kennenlernen, Ideenaustausch, Festlegung des weiteren Vorgehens, Anbahnung der Beziehung.
Die Schüler der beiden Schulen erarbeiten in den Fächern Geschichte, Erdkunde, Fremdsprache, Muttersprache, Volkswirtschaftslehre, Sozialkunde und im gezielten Projektunterricht ausgewählte Kapitel der Gesellschaft und Geschichte Bayerns und Ungarns: dabei werden Orte besucht, die in Beziehung zum dem Projekt stehen, in Museen geforscht, Universitätsfakultäten aufgesucht, in Bibliotheken gearbeitet, Kirchen und Klöster besucht. Diese Aktivitäten werden dokumentiert und aufgezeichnet.
Die Ergebnisse werden zwischen den Partnerschulen ausgetauscht.
Die Schüler aus Rákospalota besuchen Freising: sie nehmen zusammen mit den Freisinger Schülern Kontakte zu ungarischen Familien auf, die vor allem nach dem 2. Weltkrieg nach Deutschland gekommen sind. Ihr Leben und Geschichten insbesondere unter dem Gesichtspunkt Integration werden dokumentiert. Orte mit Anknüpfungspunkten zu Ungarn werden aufgesucht. Dokumentationen werden erarbeitet.
Schüleraustausch der Freisinger Schule: in Ungarn werden Orte aufgesucht, die in der bayerischen Geschichte eine Rolle spielen, Kontakt mit deutschstämmigen Familien die nach Ungarn ausgewandert sind, aufgenommen. Die bayerische Schüler werden mit Hilfe der ungarischen Schule folgende Themen erarbeiten: Einzelschicksale, Brauchtum, Traditionen, noch gesprochenen bayerische Dialekte, Integration der Deutschen (Bayern) in der ungarischen Gesellschaft.
In der Wirtschaftsschule Freising wurde im Schuljahr 2005-06 das Wahlfach Ungarisch in der 8. und 9. Jahrgangsstufe mit zwei Wochenstunden angeboten. Die Vorbereitung und Durchführung des Unterrichts übernahm Frau StDin Katalin Sperka. Ihre Muttersprache ist Ungarisch. Folgende Lernziele werden angestrebt: mit Hilfe von Sprachbüchern werden Redewendungen gelernt, welche beim Zusammentreffen der Gruppen relevant sind. Dabei wird auch auf die Grammatik eingegangen und die richtige Aussprache geübt. Wichtiges Ziel wird es sein, die Scheu, Ungarisch zu sprechen abzulegen. Darüber hinaus werden Kenntnisse in der Landeskunde vermittelt.
In der Budapester Schule wurde ab 2004 in der 9. Jahrgangsstufe die Wochenstundenzahl für Deutsch auf 15 Stunden pro Woche erhöht. Die erhöhte Stundenzahl wird für Konversationsübungen im Sprachlabor genützt.
Der Beherrschungsgrad der jeweiligen Sprache in beiden Schulen muss zwangsläufig sehr unterschiedlich sein. In der Budapester Schule ist das Beherrschen der deutschen Sprache Ziel, da die Schüler bereits ab der 5. Klasse Deutsch mit hoher Wochenstundenzahl lernen. In der Freisinger Schule wird nur 40 Stunden unterrichtet. Hier wird angestrebt, mit der Erlernten das Eis bei ungarischen Gesprächspartner zu brechen, um gute persönliche Beziehungen aufzubauen. Darüber hinaus sollen Lehrer wie Schüler wichtige Redewendungen für die Begrüßung, das Fragen nach dem Weg, dem Einkauf und den Restaurantbesuch anwenden können.

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